Eine gute Geschäftsidee ist das eine. Dafür zu sorgen, dass einem die Ernte nicht plötzlich von der Konkurrenz weggeschnappt wird, das andere. Die Auseinandersetzung mit Patentinformationen ist unabdingbar, um den Stand des Wissens in seinem Geschäftsfeld zu kennen. Ein professionelles Patentmonitoring hilft, auf dem Laufenden zu bleiben.

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«Heute wollen wir es wissen», sagen sich Stefan Huber und Takahiro Kano von Mavel Engineering vor ihrem Termin bei den Patentexperten InfoLit Infobroker GmbH. Weit ist der Weg nicht – beide Firmen befinden sich im Technopark Zürich. Kennengelernt haben sie sich bei einem Networking-Event. Mavel Engineering ist ein Start-up im Bereich Cleantech. Um ihrem Ziel – der Umwandlung von Industrieabfällen in Energie mittels Pyrolyse – ein Stück näher zu kommen, lassen sie sich heute im Rahmen einer Teamrecherche in Bezug auf Patentschutz beraten. Das Team hat eine grobe Idee, wonach es suchen will: Patente über kabellose Datenübertragungen zur Auswertung von Sensordaten und über autarke Kleinindustrieanlagen in abgelegenen Gebieten.

Was bringen Patentinformationen?
Beim Transfer von Forschungs- und Entwicklungsresultaten in konkrete Produkte und Verfahren spielen Informationen aus Erfindungspatenten eine wichtige Rolle. Unternehmen, die Innovationen hervorbringen, sind auf Recherchen in Patentdatenbanken angewiesen. In einem ersten Schritt lohnt es sich, das eigene Tätigkeitsgebiet systematisch auf Patentschutz zu prüfen. Dies hilft zu verhindern, dass man Zeit und Geld verschwendet, wenn die Konkurrenz genau dieselbe Idee hatte und schneller war, oder noch schlimmer, dass plötzlich eine Patentklage ins Haus flattert.

Eigene Recherchen in kostenlosen Datenbanken bieten bereits eine Fülle an Informationen. Da aber eine einzige Quelle nie den gesamten Bestand aller Patente abdeckt, muss dieselbe Anfrage in mehreren Datenbanken gemacht werden, um ein verlässliches Ergebnis zu erhalten. Dabei lohnt es sich, die Hilfe eines Profis in Anspruch zu nehmen. Information Broker arbeiten mit kostenpflichtigen Datenbanken, die ein Laie kaum bedienen kann. Zudem lohnt es sich nicht, nur für seine eigenen Zwecke eine Datenbank zu bezahlen. Neben dem besseren Funktionsumfang umgehen kostenpflichtige Tools auch Sprachbarrieren geschickt. So erfährt man auch alles über Patente, die in Japan auf Japanisch angemeldet wurden, ohne die Sprache selber zu beherrschen. Die besten Rechercheergebnisse erreicht man erfahrungsgemäss, wenn Fachleuten aus dem jeweiligen Bereich und Rechercheprofis zusammenarbeiten. Mit vereintem Know-how wird in der Vielzahl an Treffern effizient die Spreu vom Weizen getrennt.

Täglich werden mehr als 1000 Patente angemeldet. Mit einer einzigen Recherche ist es daher nicht getan – zu schnell kann sich die Situation verändern. Um längerfristig den Überblick über alle Entwicklungen in seinem Bereich zu behalten, empfiehlt sich ein Patentmonitoring: das kontinuierliche Überwachen der Patentinformation. Indem man die Entwicklung von Patentanmeldungen beobachtet, erhält man Antworten auf Fragen wie: Gibt es neue Trends bei den Entwicklungen? Wo wird gerade besonders viel an neuen Entwicklungen gearbeitet? Welche Technologiefelder sind noch frei? Hat jemand ein Schutzrecht angemeldet, das mich stören könnte?

Feuerwerk entfacht
Bei der Teamrecherche von Mavel Engineering dauert es etwa zwei Stunden, bis die Suche richtig definiert ist. Nach einem ausführlichen Gespräch, in dem die Bedürfnisse genau geklärt werden, übersetzt Andreas Litscher, Gründer und Inhaber von InfoLit, diese Gedankengänge in passende Suchanfragen. Die Suche beginnt mit einem Ausschlussverfahren. Erst als die Ergebnisse auf eine überschaubare Zahl eingegrenzt sind, wird auf Eignungskriterien umgestellt. Während der Suche entsteht ein Prozess, der mit einer chemischen Reaktion vergleichbar ist: Die vielen Informationen aus den Datenbanken entzünden in Huber und Kano ein wahres Brainstorming-Feuerwerk. Die Produkte und Ansätze der Konkurrenz gepaart mit den Ratschlägen des Patentprofis eröffnen den beiden neue Sichtweisen. Nach der Recherche fühlt sich Huber wie neu geboren: «Ich bin voller Inspiration und Tatendrang. In kürzester Zeit wurde uns klar, welche Bereiche für uns wesentlich sind und welche wir getrost vergessen können.»

Auch über Patente allgemein hat das Team dazugelernt: «Man bekommt ein Gefühl dafür, was mit Patenten funktionieren kann und was nicht», bemerkt Kano. «Zudem lohnt sich die Session allein schon, weil sie einen erstklassigen Überblick über den eigenen Tätigkeitsbereich bietet.» Als Fortsetzung des fruchtbaren Treffens hat sich Mavel Engineering für ein Patentmonitoring entschieden, um auch in Zukunft lückenlos über den Stand der Technologie und die Mitbewerber up to date zu bleiben.

Zurück auf den Teppich
Eine Patentrecherche löst jedoch nicht nur angenehme Gefühle aus. Huber: «Zuerst waren wir voll und ganz von unserer Idee überzeugt. Je tiefer wir in die Materie eindrangen, desto mehr Zweifel kamen auf. Im Endeffekt hat es uns aber in unserer Idee bestärkt.»

Was eine Patentrecherche schafft, ist Klarheit. Klarheit darüber, wie der Stand des Wissens ist, ob es viele Mitstreiter gibt und ob sich der eingeschlagene Weg lohnt. Dabei kann auch die Erkenntnis resultieren, dass die eigenen Ideen aussichtslos sind oder dass ein Kurswechsel nötig ist. Denn die Auseinandersetzung mit Patentinformationen führt schnell zum Kern: Was ist der schützenswerte Teil des Produkts und wie nachhaltig ist der Produkteschutz? Bringt ein Produkte- oder Prozesspatentschutz den gewünschten Wettbewerbsvorteil oder ist man vielleicht mit Markenschutz oder einer Reihe anderer Massnahmen mit weniger Ressourcenbindung besser bedient? Auch zu solchen Überlegungen bietet der Information Broker kompetente Beratung.

Wie funktioniert ein Patentmonitoring bei InfoLit?
Mit unserer Erfahrung aus über 20 Jahren finden wir zusammen mit dir die geeignete Suchstrategie und erstellen dein Suchprofil. Dazu verwenden wir passende Keywords, Patentklassen und Angaben über deine Mitbewerber. In regelmässigen Abständen wird deine persönliche Suchanfrage durchgeführt und du erhältst die neusten Treffer nach deinen Wünschen: wöchentlich, monatlich, viertel- oder halbjährlich. Weitere Infos und Kontaktdetails: www.infolit.ch