Schnellere Produktentwicklung:
Ein Hoch auf die gute alte 80-20-Regel

Designst du noch oder verkaufst du schon? Unser Gastautor plädiert für schnellere Produktentwicklung und dafür, es früher am Markt zu versuchen.

Von Dominic Blaesi, Gründer Flaschenpost.ch

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In meinem Februar-Post habe ich unsere erste grosse Investitionsentscheidung kritisch hinterfragt. Unter anderem habe ich bemängelt, dass wir der Qualität unserer Dienstleistung eine zu grosse Bedeutung beigemessen und dabei die Vermarktung vernachlässigt haben.

Kurz zur Vorgeschichte: Im Rahmen unseres Strategieprozesses 2009 haben wir unsere Dienstleistung in zahlreiche Komponenten zerlegt, wie beispielsweise Sortiment, Logistik, Produktdarstellung und machten uns zum Ziel, in diesen Disziplinen „excellence“ zu erreichen. Entsprechend arbeiteten wir in den folgenden Monaten fast ausschliesslich an diesen Themen. Wir taten dies guten Gewissens, obschon nur wenig Zeit für die Vermarktung unserer Dienstleistung blieb. Einfach weil wir überzeugt waren, dass die Verkäufe praktisch von alleine kommen würden, wenn wir erst einmal das „perfekte Angebot“ hätten. In diesem Sinne hielten wir diese Vorgehensweise für absolut richtig und hatten eine gute Ausrede nicht verkaufen zu müssen.

Gefährlicher Perfektionismus

Wieso „Ausrede“? Was ist falsch daran, wenn man zunächst sein Angebot perfektioniert, bevor man es vermarktet? » weiterlesen

connex.io gegen Apple:
Ärger um App-Store-Zulassung

Dieser Tage ärgern sich die connex.io-Gründer über Apple. Der Grund: Ihre iPhone-App hängt bei Apple fest, alle Nachfragen bleiben unbeantwortet.

[textad]connex.io hat Ärger mit Apple

Gründer Marcus Kuhn meint dazu, Apples Verhalten sei frustierend für ihn und sein Team und schade connex.io: “Wir möchten auch iPhone-Nutzer mit der bestmöglichen Lösung versorgen und Apple hält uns davon ab.”

Connex.io hat eine Lösung entwickelt, die Kontaktverwaltung bequemer machen soll, indem die zahlreichen Adressbücher eines Nutzers in ein einziges vereinigt und synchronisiert werden. Wie viele andere Startups möchte connex.io auch Apples iPhone unterstützen und hat deshalb eine Applikation dafür entwickelt. Apple ist aber mittlerweile seit 35 Tagen dabei diese zu testen und hat die Applikation in dieser Zeit weder bewilligt noch zurückgewiesen. Üblich sind dem Vernehmen nach ein bis zwei Wochen.

Alle Anfragen nach Informationen blieben bisher resultatslos. » weiterlesen

Dacuda, Loylogic und Gourmet15Box:
Swiss Economic Award verliehen

Drei Jungunternehmen haben am Swiss Economic Forum einen Award gewonnen und teilen sich ein Preisgeld von 75’000 Franken.

Am jährlich durchgeführten Swiss Economic Forum in Interlaken geben sich nicht nur die CEOs grosser Unternehmen die Klinke in die Hand, sondern auch den Jungunternehmen gehört zwischendurch die Bühne. So bei der Verleihung des Swiss Economic Award.

Gekürt werden jedes Mal drei Unternehmen in drei Kategorien: Hightech/Biotech, Produktion/Gewerbe und Dienstleistung. Die erste Kategorie konnte das 2008 gegründete Unternehmen Dacuda für sich entscheiden. » weiterlesen

Green Motion:
Mit Strom-Tankstellen
dem Markt voraus

Das Westschweizer Cleantech-Startup Green Motion will den Strassenverkehr unter Strom setzen.

Green Motion

Wenn unsere Mobilität dereinst grüner werden soll, kommen wir um eine Elektrifizierung des Strassenverkehrs kaum herum. Dazu nötig sind aber nicht nur neue Fahrzeuge, sondern auch die passende Stromversorgung. Für den Aufbau dieser Infrastruktur hat sich ein Jungunternehmen aus Lausanne in Position gebracht.

Das Problem: es gibt erst rund 500 Elektrofahrzeuge in der Schweiz. Damit befindet sich Green Motion weit vor der Kurve und in einem Markt, der noch weitgehend eine grüne Wiese ist. Mit gutem Grund – Elektro-Fahrzeuge sind teuer und eben: Ladestationen gibt es noch kaum. Das nennt CEO James Pittendrigh das Huhn-und-Ei-Problem, mit dem Green Motion konfrontiert ist.

Das bringt auch mit sich, dass man es mit einem “moving market” mit einer Menge Unwägbarkeiten zu tun hat. » weiterlesen

Aufbruch nach Europa:
Trigami fusioniert mit Ebuzzing

Zusammenschluss in der europäischen Social-Media-Marketing-Landschaft: Das Basler Startup Trigami wird Teil der internationalen Wikio-Gruppe.

[textad]Trigami und Ebuzzing

Ein grosser Deal für das Startup: Das Basler Jungunternehmen Trigami schliesst sich mit dem französischen Unternehmen Ebuzzing zusammen, fusioniert wird per Aktientausch. Ebuzzing ist im gleichen Feld wie Trigami aktiv und möchte auf den deutschsprachigen Markt expandieren. Das Unternehmen hat neben Frankreich bereits Niederlassungen in Italien, England und Spanien.

Die Trigami-Gründer Remo Uherek und Alain Aubert geben sich überzeugt von den Vorteilen des Zusammenschlusses – die Entscheidung sei ein “no-brainer” gewesen. Fürs erste wird laut Remo – wie bereits auf dem Webauftritt sichtbar – die Marke Trigami als Co-Branding weitergeführt. Mittelfristig und längerfristig soll das Team aus Basel aber unter der Marke Ebuzzing heimisch werden. » weiterlesen

Linktipps:
Internationale Produkte, Red Herring, Recruiting und PR-Tipps

Die Links der Woche, unter anderem: Pro und Kontra einer internationalen Ausrichtung, neue E-Commerce-Ideen, Recruiting und Tipps für Pressemitteilungen.

[textad]Linktipps

Produktentwicklung für mehr als einen Markt

Das HackFwd-Blog wägt Vor- und Nachteile von Lokalisierung und englischen Sprachversionen ab und rät dazu, möglichst früh eine Internationalisierungsstrategie bereit zu halten.

Product Development for Multiple Markets

Drei E-Commerce-Ideen vorgestellt

Förderland stellt innovative Shopping-Startups vor: Shopkick versucht, Location-basierte Ladenkonzepte zu realisieren, freeemonee vermarktet ein neuartiges Vergünstigungssystem und zipzoom möchte ein Angebots- und Bietportal für den Detailhandel etablieren. » weiterlesen

Das Solo-Startup:
Wieviel Team braucht man?

Ganz “solo” natürlich nicht, aber warum ein Gründer die Verantwortung tragen und das letzte Wort haben sollte: Ein Plädoyer gegen 50/50-Gründungen.

Team ist nicht gleich Team

Soweit sind sich alle einig: Startups sind eine Teamsache. Für viele Investoren ist das richtige Gründerteam sogar ebenso wichtig wie Geschäftsmodell oder die Technologie. Der Grund leuchtet ein: Die Umsetzung und Vermarktung einer Geschäftsidee ist ein Job, der nie ganz planbar ist und stellt Anforderungen aus dem ganzen Spektrum unternehmerischer Fähigkeiten. Eine Gruppe kluger Köpfer kann schnell reagieren, adaptieren, oder sich sogar komplett neu ausrichten – sofern man das Produkt nach Markttests radikal anpassen muss.

Da scheint klar zu sein, dass jemand mit einer Geschäftsidee als erstes daran gehen sollte, sich talentierte Mitgründer an Bord zu holen. Nur teilweise richtig, meint Mark Suster in einem aktuellen Blogpost. » weiterlesen

Aktueller Deal:
Doodle mit Teil-Exit an die Tamedia

Die Doodle-Gründer realisieren einen Teil-Exit: Der Zürcher Medienkonzern Tamedia steigt beim wohl bekanntesten Schweizer Jungunternehmen ein.

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Per 49-Prozent-Beteiligung steigt die Tamedia bei Doodle ein. Offensichtlich wollten die Gründer zusammen mit den bisherigen Investoren, darunter die Schwyzer Kantonalbank, das Ruder zumindest vorerst in der Hand behalten: Die Leitung von Doodle bleibt weiterhin bei Michael Näf und Paul E. Sevinç als Mitinhaber, Geschäftsführer und Verwaltungsräte. Welche Summe bei der Beteiligung eine Rolle spielte, war bislang nicht zu erfahren.

Doodle entwickelte sich bekanntlich aus einem selbstgebastelten Tool des Gründers Michael “Myke” Näf. Es entstand aus der einfachen, aber hellsichtigen Feststellung, dass Terminplanung per E-Mail eine mühselige Angelegenheit ist. Zur Firmengründung kam es 2007, nachdem Myke seinen Studienkollegen Paul Sevinç als Mitgründer an Bord geholt hatte. Eine ausführlichere Unternehmensgeschichte gibt’s in unserem Porträt. » weiterlesen

Neue Businessideen:
Open Data als Geschäftsmodell

Open Data ist nicht bloss eine staatspolitische Angelegenheit. Startups dürften sich zukünftig Andockstellen für smarte Geschäftsideen bieten.

[textad]Businessmodell Open Data?

Eigentlich ja eine grosse Überraschung: In den letzten 12 Monaten hat es mit Open Data ein sehr technisches Thema ins Bewusstsein – zumindest der internetaffinen – Bevölkerung geschafft.

Grund dafür ist – neben der Popularität von Open Source – dass sich die Netzgemeinde zunehmend dafür interessiert, wie Behörden arbeiten und darauf pocht, dass diese ihre Daten auf dem Web verfügbar machen. Die Stossrichtung geht vor allem entlang dem Konzept von Open Government, das sich die Forderung nach mehr Transparenz im Staatswesen auf die Fahnen geschrieben hat.

Ein wichtiger Aspekt offener Datenreservoire, die Journalisten und Bürgern neue Einblicke und Kontrollmöglichkeiten eröffnen, ist aber auch der monetäre Wert der Daten. Gerade der hat bislang auch die Freigabe von vorhandenden Daten gebremst. So haben viele einzelne Amtstellen, die auf spannenden Ressourcen sitzen, bislang die Auflage diese nur gegen Entgeld herauszugeben. Entsprechende Gesetzesänderungen sind darum bei den Hauptpunkten auf der Wunschliste von Open-Data-Befürwortern.

Open Data Startups

Mit fallenden Hürden werden die angehäuften Informationsberge zu einer spannenden Ressource für innovative Geschäftsmodelle – mit der Chance auf lukrative Verwertungsmöglichkeiten. » weiterlesen

Investment für Jobplattform-Entwickler:
HR Matching AG schliesst Finanzierungsrunde ab

Die Gründer der HR Matching AG sichern sich rund eine halbe Million Franken für ihre neue Gesellschaft, einen IT-Dienstleister mit Fokus auf Matching- und Recommendation.

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Der Unternehmer und Jobzippers-Gründer Peter Vogel und seine Geschäftspartner Johannes Hübner (derzeit Stanford) und Gert Lucas haben gerade eine erfolgreiche Finanzierungsrunde für ihre neue Gesellschaft, die HR Matching AG, abgeschlossen. Centralway steigt mit einem Direktinvestment sowie einem Einsitz im Verwaltungsrat bei der HR Matching AG ein. » weiterlesen