Recht für Startups:
Kosten bei der Gründung

AG, GmbH, gründen mit oder ohne Sacheinlage – was für Kosten fallen da an? Unser Gastautor erklärt, womit man rechnen muss.

Gastbeitrag von Martin Steiger, Rechtsanwalt

Rechtstipps für StartupsWieviel Geld man für eine Firmengründung in die Hand nehmen muss, darum dreht sich unsere neueste Leserfrage:

«Gründung einer AG oder GmbH: was sind die Kosten, wie hoch ist der Aufwand, was sind die späteren Konsequenzen und gibt es für die Führung der AG teure Vorschriften, die viel Geld kosten, da man Experten benötigt?»

Die Kosten der Gründung einer Kapitalgesellschaft wie einer Aktiengesellschaft (AG) oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) lässt sich nicht pauschal benennen. Die Gründungskosten hängen von zahlreichen Faktoren ab. Beratung durch Fachpersonen und die Höhe des Aktien- beziehungsweise Stammkapitals können zu einer erheblichen Steigerung der Gründungskosten führen.

Die Kosten für die Gründung einer AG oder GmbH unterscheiden sich, abgesehen vom notwendigen Gründungskapital, nicht erheblich. Bei der Bargründung einer Kapitalgesellschaft mit Minimalkapital – 100’000 Franken für eine AG und 20’000 Franken für eine GmbH –, fallen insbesondere folgende Kosten an:  » weiterlesen

Hürden der Finanzierung:
Der Sprung in die nächste Phase

«Kredit abgelehnt»: Unser Gastautor berichtet von den Schwierigkeiten, Finanzierung aufzutreiben und dem Identifizieren der eigenen Ziele.

Von Dominic Blaesi, Gründer Flaschenpost.ch

Startup-Tagebuch: Dominic BlaesiWir schreiben das Jahr 2010. Flaschenpost ist seit knapp drei Jahren unterwegs. In dieser Zeit hat sich das Geschäft sehr erfreulich entwickelt – Status «promising».

Doch vielversprechend bedeutet noch lange nicht geschafft. Angesichts dieser Tatsache entschlossen sich Renzo und ich damals, eine Zwischenbilanz zu ziehen, unsere aktuelle Unternehmenssituation genau zu analysieren und einen Businessplan für die nächsten drei Jahre zu erstellen (bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir lediglich mit einer Sammlung von «back-of-the-envelope» Berechnungen gearbeitet).

Neben verschiedenen wertvollen Einsichten war die wichtigste Erkenntnis unserer Standortbestimmung, dass wir noch einmal finanzielle Mittel brauchen, um den Durchbruch schaffen zu können. » weiterlesen

Digitalwerkstatt:
Prototyping als Dienstleistung

Zwei Basler Jungunternehmer haben ihre Nische zwischen Kreativwirtschaft und Ingenieurwesen gefunden.

Digitalwerkstatt: Claudio Kuenzler, Daniel KoellikerHeute werden Startups Schritt für Schritt gebaut und getestet: Statt nur am Reissbrett zu entwickeln (und in der grauen Theorie zu bleiben) suchen Gründer rasch Kundenfeedback und klären Nachfrage und Kundenbedürfnisse laufend ab. Dazu gehen Startups früh an den Markt und setzen zunehmend auf offene Entwicklungsprozesse.

Im Rapid Prototyping findet diese Idee ihr physisches Pendant – bei der Konstruktion eines Werkstücks oder Modells wird bei jedem Schritt mit Prototypen getestet. Der Ansatz: Den linearen Gestaltungsweg aufbrechen und Designfehler rechtzeitig erkennen.  » weiterlesen

Urbanfarmers:
Cleantech-Agronomie fürs Hausdach

Das Startup Urbanfarmers präsentiert derzeit seinen Prototypen und seine Vision nachhaltiger Lebensmittelproduktion. Ein Augenschein.

Das Cleantech-Startup Urbanfarmers tourt zurzeit mit einem umgebauten Schiffscontainer durch die Lande, darin untergebracht: eine Minifarm. Nachdem die Urbanfarmers-Box schon in Berlin und im Juni am Zürcher Mythenquai zu besichtigen war, steht das moderne Gewächshaus nun vor dem Coworking Space Hub Zürich.

Die Gründer markieren damit Präsenz und rühren die Werbetrommel für ihre Cleantech-Vision: Stadtfarmen für eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion. Dabei kann sich das Startup zurzeit wirklich nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen. Die grüne Ausrichtung und ungewöhnliche Idee haben die Mainstream-Medien mit einem regelrechten Hype beantwortet: Unter anderem haben NZZ, Spiegel und Sonntagszeitung bereits über die Urbanfarmers berichtet.


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Suisse EMEX 2011:
Impressionen vom Startup Park

Das IFJ hat mit seinen Startup-Park Jungunternehmern an der EMEX eine Heimstatt geboten. Wir haben einige Impressionen gesammelt.

Das IFJ (Institut für Jungunternehmen) ist seit neun Jahren mit einem Startup Park an Messen präsent. Auch an an diesjährigen EMEX (Fachmesse für Marketing, Kommunikation, Event und Promotion) hat man wiederum einen Startup-Gelände bereit gestellt.

Die Idee dahinter: Jungunternehmen mit wenig Mitteln können sich normalerweise einen Messeauftritt nicht leisten. Legen hingegen alle zusammen für ein gemeinsamen Auftritt, sorgen die entstehenden Synergien für einen erschwinglichen Deal.

Wir haben einen Rundgang gemacht und kräftig Jungunternehmer geknippst.

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Idee für ein Startup finden:
Scratch your own itch

Bedürfnisse machen Geschäftsideen – darum lohnt es, die eigenen auf ihre Lösbarkeit abzuklopfen. Denn es hat ein paar Vorteile, wenn man sich selbst als ersten Kunden hat.

Scratch you own itch (Bild: istockphoto)Die immer noch einfachste Methode, eine Idee für ein Startup zu finden, lautet Scratch your own itch (frei übersetzt: Kratz Dich am besten selber, Abkürzung: SYOI). Wenn Du ein Problem hast, das Du gerne gelöst hättest, und für dessen Lösung Du bereit wärst Geld auszugeben – dann könnte das auch ein Problem sein, für dessen Lösung evtl. Kunden bereit sind, Geld auszugeben. Das wäre dann möglicherweise bereits ein funktionierendes Geschäftsmodell.

Beispiele für Scratch your own itch

In ihrem Buch Rework (Affiliate-Link) nennen die Gründer von 37Signals, Jason Fried und David Heinemeier Hansen einige Beispiele, welch gute Ideen aus Scratch your own itch bereits entstanden sind:  » weiterlesen

Die Groupon-Story geht weiter:
Groupon zieht in die Schweiz

Groupon verlegt seinen Firmensitz in die Schweiz – der Druck auf die hiesigen Wettbewerber steigt.

Groupon ist eines dieser Unternehmen, die zwar jung sind und denen noch Startup-Spirit anhängt, die aber grössen- und wertmässig den Gründerzeiten so sehr entwachsen sind dass der Vergleich sich erübrigt. Vor uns haben wir vielmehr einen Milliardenkonzern, was Umsatz und die Erwartung zum bevorstehenden Börsengang angeht.

Der jüngste Indikator dafür ist die Finanzpolitik: Groupon zieht laut einem Bericht der Bilanz in die Schweiz um. Wenn eine Firma aus steuertechnischen Gründen seinen Sitz verlegt, kann man wohl getrost davon ausgehen, dass man es mit einem gestandenen Unternehmen zu tun hat.  » weiterlesen

Professionelle Buchhaltung für Startups:
Je früher, desto besser.

Wer ein Startup gründet, wird getrieben vom Feuer für sein Produkt – die Buchhaltung kann da rasch zur mühsamen Bürokratie werden. Sie früh auszulagern spart darum eine Menge Nerven.

von Manuel Reinhard, Gründer Ticketpark

Startup-Tagebuch: Manuel ReinhardEigentlich hätten wir es eher merken müssen. Schliesslich sass ich im Publikum, als Memonic-Gründer Dorian Selz an der FOWA in London seine Präsentation «24 Hints to Build a Super Lean Startup» gegeben hat. Punkt 4 lautete: Besorg dir einen professionellen Buchhalter. Und zwar schon in einer frühen Phase des Startups, bevor es viel Geld kostet, das sonst entstehende Chaos wieder zu ordnen.

Nun, als wir unsere GmbH gründeten, hatten wir andere Prioritäten im Kopf. » weiterlesen

8. CEO Day in Bern:
Networking und Best Practices

Der CEO Day 2011 bringt High-Tech-Startups, Coaches und Investoren zusammen. Dieses Jahr stehen verschiedene Neuerungen auf dem Programm.

Am diesjährigen CEO Day gibt es erstmals Gelegenheit für CEO Pitches. An diesen können sich Startups in einer Kurzvorstellung Investoren präsentieren. Kurz heisst wirklich kurz, denn für die Pitches gilt ungefähr das Pecha-Kucha-Prinzip: 15 Folien, für jede 20 Sekunden Zeit.

Auch an anderen Stellen wird Neues ausprobiert: » weiterlesen

Bewerber testen für Startups:
Der Zombie-Test und weitere Wege

Was Zombies bei Einstellungsgesprächen zu suchen haben und drei andere Tests, um den richtigen Mitgründer zu finden.

Achtung, Zombies! (Bild: istockphoto.com)Zumindest die erfolgreichen Startups erreichen irgendwann den Punkt, wo sie Mitarbeiter einstellen. Das ist eine wichtige Entscheidung, und zugleich ein fundamentales Problem.

Die ersten Mitarbeiter bedeuten gerade für junge Gründer erste Teamleitungs-Erfahrungen. Zudem bringen die Mitarbeiter oft nicht den Enthusiasmus der Gründerinnen und Gründer auf. Wie also vorgehen bei der ersten Bewerberauswahl Deines neuen Startups? » weiterlesen