Dealkompass:
Nische im Group-Shopping-Ökosystem

Der frisch gegründete Dienst Dealkompass aggregiert Group-Shopping-Angebote. Daneben wollen die Gründer mit Leistungen für die Anbieter punkten.

[textad]Die hiesige Group-Shopping-Szene hat sich nach einiger Vorlaufzeit zu dem Punkt entwickelt, wo sie in Deutschland vor einem Jahr stand. Neue Markteintritte haben zu einem einigermassen zersplitterten Markt mit unterschiedlichen Anbietern geführt. Mit der angekündigten Neugründung scoup.ch der Tamedia, bei der Peter Schüpbach an Bord ist, soll im August 2011 sogar noch ein weiterer dazu kommen. Noch ist schwer zu sagen, ob und wie bald vom Markt eine Konsolidierung zu erwarten ist.

Diese Situation kam den Gründern von Dealkompass.ch wie gerufen. Sie haben sich mit ihrem Anfang Juni gestarteten Dienst eine Nische im Groupshopping-Ökosystem erschlossen. » weiterlesen

Heuberger Jungunternehmerpreis 2011:
600’000 Franken für sechs Startups

Im Dezember kürt die Heuberger-Stiftung zum fünften Mal drei Startups mit je 150’000 Franken. Neu erhalten auch drei weitere Unternehmen als Runner-Ups je 50’000 Franken.

Der Heuberger Jungunternehmerpreis ist der Schweizer Förderpreis mit dem grössten Geldbetrag – im Dezember wird der Mammutpreis zum fünften Mal verliehen. Bewerben für den Preis können sich Startups noch bis zum 24. August 2011. Gesucht werden “Geschäftsideen, Produkte oder Dienstleistungen mit einem hohen Innovationsgrad und Wachstumspotenzial” aus der Deutschschweiz.

Die diesjährige Ausgabe des Wettbewerbes hat eine grosse Neuerung: » weiterlesen

NFC und Poken 3.0:
Back to the roots für Poken

Poken wandelt sein Geschäftsmodell zum zweiten Mal und geht nun aufs Ganze.

[textad]Was nicht viele wissen: Poken hatte ursprünglich eine viel grössere Idee als die spätere, digitale Visitenkarte vermuten lässt. Statt einem Fokus auf den Austausch von Kontaktdaten waren eine ganze Reihe von Anwendungen für NFC (near field communication) angedacht. Damit hätten sich Gegenstände mit dem Web vernetzen oder zum Beispiel – als Foursquare und ähnliche Dienste noch weit entfernt waren – Promotionen und Produktinfos in Geschäften und Lokalen an die Kunden bringen lassen. Als Alternative zu QR-Codes hätten mit einem entsprechenden Gimmick Kunden diese auslesen und später zuhause anschauen können.

Laut Gründer Stéphane Doutriaux war aber 2007 die Technik noch nicht soweit. Stattdessen verlegten sich die Gründer auf NFC-Kontaktaustausch – der Rest ist bekannt. Unter dem Namen Poken kennt man USB-Sticks, die Nutzer aneinanderhalten können um Profile von sozialen Netzwerken auszutauschen.  » weiterlesen

Maximaler Ertrag vs. Moral:
Warum man seinen Werten
treu bleiben sollte

Wenn persönliche Werte und entgegengesetzte Kundenanliegen kollidieren – ein Plädoyer für mehr Mut zur Moral.

von Manuel Reinhard, Gründer Ticketpark

Startup-Tagebuch: Manuel Reinhard[textad]Ich habe mich sehr gefreut, den Artikel von Gastautor-Kollege Dominic Blaesi über den Wert von Werten zu lesen. Allzu oft kriege ich nämlich den Eindruck, dass im Geschäftsleben persönliche Werte zu Gunsten höherer Einnahmen eingetauscht werden. Nicht nur unter Erfolgsdruck stehende Startup-Gründer werden Opfer dieser Verlockung.

Noch gut im Erinnerung ist mir ein Radio-Interview vom Februar dieses Jahres, in welchem die Geschäftsführerin einer bekannten Schweizer Werbeagentur behauptete, noch nie mit einem Auftrag an die moralischen oder ethischen Grenzen ihrer Firma gestossen zu sein und sich auch keine konkreten Fälle vorstellen könne, bei welchen dies der Fall wäre. Dies mit einem Portfolio, welches mit Alkohol, Zigaretten und Kleinkrediten auch umstrittene Werbeinhalte enthält.

Für ein Startup scheinen mir solche Aussagen unangebracht, ja geradezu tödlich für die Glaubwürdigkeit.  » weiterlesen

Linktipps:
Crowdfunding, Bootstrapping,
Kunden finden

Interessante Links mit Lesestoff fürs Wochenende, unter anderem: Recht und Crowdfunding, die Bilanz der Samwer-Brüder und vermeidbare Kontrollverluste.

Startup-LinktippsCrowdfunding und das Gesetz

Wagniskapital aus dem Internet. Ein Jurist wirft für die NZZ einen Blick auf das Modell Crowdfunding in der Schweiz und zeigt, dass die rechtlichen Fragen komplexer sind als man denken würde.

Bootstrapping-Tipps 
Learnings vom Soundcloud-Gründer. Eric Wahlforss ist CTO beim in Berlin gegründeten Webstartup Soundcloud, im Video erzählt der baumlange Skandinavier 4 hörenswerte Anekdoten aus seiner Anfangszeit. Einer der Tipps: “Schmeisst eine Party!”

3 Brüder, 25 Unternehmensverkäufe » weiterlesen

Survey.io:
Per Umfrage zum Kernprodukt

Survey.io hilft beim Einholen von Kundenfeedback, das besonders, aber nicht nur für Lean-Startups interessant ist.

[textad]Das beliebter werdende Konzept des Customer Development ist leichter abgenickt als umgesetzt. Dabei ist es gerade für Webstartups eine gute Möglichkeit, ihren Use Case auf schlanke Weise auszufeilen.

Nur bedeutet die Erhebung und Auswertung des dazu nötigen Kundenfeedbacks eine Menge Zusatzaufwand. Und wenn es etwas gibt, was bei Startups knapp ist, dann die Ressourcen für solche Vorhaben. Survey.io will hier Hand bieten. » weiterlesen

Die Bootstrapping-Falle vermeiden:
Aus der Gefahr eine Strategie machen

Falsches Vorbild Silicon Valley – wer den Kulturunterschied zwischen der Startup-Szene hierzulande und den USA vergisst, sorgt sich zu wenig um sein Geschäftsmodell.

von Bernhard Schindlholzer, Gründer von Userfeedback

[textad]Startup-Tagebuch: Bernhard SchindlholzerWie verdient mein Startup Geld? Dies ist die entscheidende Frage, die man sich als angehender Jungunternehmer stellen muss. Gerade die Internet-basierten Unternehmen erleben im Moment eine Renaissance, Unternehmen wie Groupon, LinkedIn, Pandora, Zynga und DemandMedia machen durch Bewertungen in Milliardenhöhe und Börsengänge Schlagzeilen.

Das motiviert viele Jungunternehmer, es ihnen gleichtun zu wollen. Auch weil durch technologischen Fortschritt die Einstiegsbarrieren rapide gesunken sind. Diese US-Unternehmen taugen aber nicht als Vorbild, denn die Schweizer Szene tickt anders. 
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Finanzierung und Startups:
Geld allein reicht nicht

Geld lindert zwar die Sorgen des Startup-Lebens, hilft aber bei den wirklich wichtigen Problemen nicht weiter. Das wissen auch Investoren.

[textad]Etwas gehört immer zu den Grundklemmen des Jungunternehmertums: das fehlende Geld. Ausreichend finanzielle Mittel können eine Menge Probleme lösen, allerdings nicht alle. Bei vielem hilft auch eine gut gefüllte Kriegskasse nicht weiter.

Das ist auf der einen Seite frustrierend – denn die Ausflucht “Sobald wir einen Investor finden wird alles gut!” ist nicht haltbar. Gleichzeitig sollte es aber auch motivieren: Denn der Kampf David gegen Goliath wird dadurch etwas ausgeglichener. Drei Beispiele:

Finden eines guten Teams

Das Team ist die wichtigste Komponente jedes Startups. Zugegeben: Wer gute Löhne zahlen kann, hat eine Hürde bei der Personalsuche ausgeräumt. Aber auch wenn man eine noch so gute Finanzierungsrunde hingelegt hat – kein Startup kann sich lohntechnisch mit einem Grosskonzern messen.

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Procedural geht an Esri:
Übernahmeverhandlungen
mit wenig Schlaf

Das Zürcher Startup Procedural wird vom kalifornischen Unternehmen Esri gekauft, die Gründer sehen sich aber erst am Anfang des Wegs.

[textad]Am Montag war es offiziell: Esri, der US-amerikanische Spezialist für GIS-Software, übernimmt das 3D-Startup Procedural.

Das 2007 gegründete ETH-Spinoff ist für Esri offenkundig wegen seiner Technologie interessant. Procedural hat eine im Film, in der Städteplanung und Architektur einsetzbare, führende Software-Lösung entwickelt. Ausserdem dürfte der Standort ein Kritierium gewesen sein. Mit Disney Research Zurich gibt es bereits ein grösseres Forschungslabor für 3D am Ort, ebenso wie die ETH. Davon möchte Esri profitieren und integriert Procedural und seine Technologie nicht nur, sondern baut den Standort zum Forschungszentrum aus.

Der erste Kontakt von Esri und Procedural ergab sich aus einem gemeinsamen Projekt, das die Unternehmen in Kooperation mit dem Grafikhardware-Entwickler Nvidia durchführten. » weiterlesen

Förderpreise:
Neue Mittel für venture kick

Der Wettbewerb venture kick hat einen Geldgeber dazugewonnen. Die Fondation 1796 beteiligt sich ab sofort am Förderpreis.

venture kickFrische Mittel für den dreistufigen Förderwettbewerb venture kick. Seit Juli 2011 unterstützt auch die Fondation 1796 der Privatbankkanzlei Lombard Odier Darier Hentsch & Cie die Initiative finanziell. Bei geförderten Projekten setzt die Fondation einen Schwerpunkt auf Cleantech-Startups und Projekte, die mit technisch innovativen Ansätzen arbeiten.

Die bestehenden vier Geldgeber sind die Gebert Rüf Stiftung, die Ernst Göhner Stiftung, die Opo-Stiftung und die Avina Stiftung.

Für den neuen Gönner ist Startup-Förderung kein Fremdwort; gemeinsam mit der ETH Lausanne engagiert sich die Bank bereits im Bereich. So ist die Stiftung beim Programm der Innogrants an Bord, das Techstartups finanziell unterstützt.

Die Initiative venture kick hat seit ihrer Gründung 2007 bereit 6,5 Millionen Franken an Geldern à fonds perdu an Startups ausgeschüttet. » weiterlesen