Recht für Startups:
Verein als Rechtsform für
Startup-Projekte?

Unter welchen Bedingungen eignet sich die Rechtsform Verein für (gemeinnützige) Startups? Unser Gastautor klärt auf über mögliche juristische Stolpersteine.

Gastbeitrag von Martin Steiger, Rechtsanwalt

Rechtsanwalt Martin SteigerUnsere aktuelle Leserfrage dreht sich um Vereine als Rechtsform: Sind sie ein Ersatz für die gewerblichen Gesellschaftsformen? Ist ein Verein gar als Zwischenlösung denkbar für die ertragsfreie Anfangszeit eines Startups?

Wann ist es angebracht, für ein neues Projekt die Rechtsform eines profitorientierten Vereins zu wählen anstelle einer GmbH?

Das ist nicht angebracht, denn die Rechtsform eines Vereins nach Schweizer Recht (Art. 60 ff. ZGB) ist dazu nicht geeignet. Der Grund ist, dass Vereine keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgen dürfen. Ein Verein dient der Verfolgung nichtwirtschaftlicher, ideeller Zwecke und darf seinen Mitgliedern keine wirtschaftlichen Vorteile verschaffen. Bei Startups besteht aber üblicherweise ein wirtschaftlicher Zweck zugunsten der Gründer. » weiterlesen

«Ich werde mich wohl nie zurücklehnen»:
9 Fragen von Edith Meier von
Oh! sweetest thing

Kurze Fragen, kurze Antworten – jede Woche stellt sich ein Startupper unserer Fragerunde. Diesmal mit der Gründerin einer Startup-Bäckerei.

Edith Meier (Bild: zvg)Edith, was ist die Idee hinter deinem Startup?

Oh! sweetest thing ist eine Startup-Bäckerei, welche auf spielerische Weise Design mit Essbarem verbindet.

Wie bist Du darauf gekommen?

Ich habe schon lange mit der Idee gespielt, ein eigenes Cafe zu eröffnen. Erste konkrete Formen nahm diese Idee erst nach einer Städtereise nach Paris an. Da entdeckte ich eine Bäckerei mit diesen leckeren Cheesecakes und Cupcakes, die zu diesem Zeitpunkt in Zürich nicht oder nur schwierig erhältlich waren. Die Cupcakes reizten mich dabei am meisten, da sie gestalterisch sehr vielfältig sind.

Gab es eine Idee beim Vermarkten, die besonders gut funktioniert hat?  » weiterlesen

Startup-Wochenüberblick:
Prix Vittoz, Facebook-App Skim lanciert, neue Förderangebote

Was die Schweizer Startup-Szene diese Woche geprägt hat: Unter anderem der Prix Vittoz, Finanzierungsrunden für Bcomp und Aleva Neurotherapeutics und Nominationen für den Red Herring.

Vier Startups mit Waadtländer Preis

Über den Vittoz-Award freuen dürfen sich Jilion (mit Sublimevideo, einem cloudbasierten Videoplayer), Bug Buster (Testroboter für Web-Applikationen), Swissto12 (Terahertz-Datenübertragung) und Sensima Technologie (integrierte Sensorchips für die Positionserfassung.) Sie teilen sich insgesamt 110’000 Franken Preisgeld. » venturelab-Startups erhalten Vittoz-Preis 2012

Finanzierung für Bcomp  » weiterlesen

Flexibles Arbeiten für Basel und Zug:
Neue Coworking-Möglichkeiten

Die Coworking-Bewegung nimmt in der Schweiz an Fahrt auf – zwei neue Spaces und ein Interessenverband sind gestartet.

Coworking {mdanys;http://www.flickr.com/photos/mindaugasdanys/;http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/}Coworking-Modelle sind attraktiv für Startups und Selbständige: keine Fixkosten oder Kündigungsfristen, dafür mehr Flexibilität für Menschen, die projektorientiert arbeiten und mobil bleiben möchten. Hinzu kommt die Kostentransparenz der üblichen Abomodelle – man bezahlt nur für das wirklich Genutzte.

Kein Wunder, macht das Konzept Schule – in Basel und Zug gibt es neue Angebote.

Die preisliche Schuhgrösse für einen einfachen Arbeitsplatz ist in den verschiedenen Spaces etwa gleich: ein Tagesticket ist meist erhältlich für 25 – 30 Franken, ein Wochenticket für 150 – 170 Franken, flexible Monatsmieten für 300 – 500 Franken. » weiterlesen

Kick a file:
Dateien austauschen via Facebook

Kick a file ist eine Facebook-App zum Transfer von Dateien – kann man aus einer solchen Idee ein Startup bauen?

Kick a file ist eine Facebook-App, die den Austausch von Dateien bis zu einer Grösse von einem Gigabyte ermöglicht. Die Verwendung ist einfach: Nach der Autorisierung der App kann der Nutzer einen seiner Kontakte als Empfänger auswählen, der daraufhin eine Einladung zur App erhält. Nach dem Akzeptieren wird die Datei entweder direkt übertragen – sofern beide Nutzer online sind -, oder kann auf dem Server für 24 Stunden zwischengelagert werden. In beiden Fällen hat Facebook keinen Zugriff auf die Datei.

Kick a file ist ein Nebenprojekt von BlankPage-CEO Boris Stock (Gründerfragerunde). Der Software-Entwickler, der seit vergangenem Jahr das Zürcher Startup leitet, begann im November 2011 mit dem Real Time Media Flow Protocol (RTMFP) von Adobe zu experimentieren. Das Protokoll erlaubt direkte P2P-Verbindungen zwischen Flash-Clients und eröffnet so die Möglichkeit, über Facebook-Apps Transfers zu realisieren.

In der Freizeit entwickelt » weiterlesen

Rayneer TV:
Per Facebook personalisiertes Musikfernsehen

Seit heute ist das personalisierte Musikfernsehen Rayneer für die Öffentlichkeit freigeschaltet und möchte im Schweizer Musikmarkt mitmischen.

Rayneer (Bild: Screenshot rayneer.tv)Die Informationsflut des Webs schafft Bedarf für Filter und Personalisierungsdienste, die uns dabei helfen, relevante Inhalte zu finden.

Der gerade frisch lancierte Webservice Rayneer TV packt das Thema Filterung für das Feld der Musikvideos an. Die Idee: Auf dem Videoportal sollen Nutzer Musikclips sehen können, die ihrem musikalischen Gusto entsprechen. Personalisiert wird dabei nicht durch eine manuelle Angabe von Präferenzen, sondern per Facebook. So sammelt der Dienst Infos über den Musikgeschmack seiner Nutzer über ihre Likes und Pinnwand-Beiträge. Daraus wird das jeweilige Profil generiert. Der Vorteil dieser Methode ist der geringe Aufwand für die User, die dafür aber auch zwingend einen Facebook-Account haben müssen. Neben der Webapp existiert eine kostenlose Applikation für Smartphones.

Heterogenes Team » weiterlesen

Startups und das «Minimal Viable Product»:
Die Schwierigkeit des minimal notwendigen Funktionsumfangs

Einen neuen Onlinedienst lediglich mit minimaler Kernfunktionalität auszustatten, um damit Early Adopter anzusprechen, ist eine beliebte Strategie vieler junger Gründerteams. Doch für das sogenannte «Minimal Viable Product» die richtige Balance zu finden, kann schwierig sein.

(Bild: Flickr/Swift Benjamin, CC BY 2.0)Eine beliebte Strategie zahlreicher junger Entrepreneure im Web- und Mobile-Segment ist das Streben nach dem sogenanten Minimal Viable Product (MVP), also einem Produkt, das zu seiner ersten Veröffentlichung lediglich Kernfunktionalität beinhaltet. Die Philosophie des MVP trägt der Tatsache Rechnung, dass die meisten Onlinedienste erst in die freie Wildbahn entlassen und von Nutzern getestet werden müssen, bevor sie ihren letzten Feinschliff erhalten und beweisen können, dass sie tatsächlich eine Nachfrage bedienen oder schaffen.

Der Gegensatz zu einer Gründung nach dem Prinzip des MVP ist ein perfektionistischer Ansatz, bei dem ein neuer Service erst dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, wenn jeder Pixel sitzt und jedes anvisierte Feature umgesetzt wurde. Wer so verfährt, ist zwar weit weniger auf die Toleranz und Geduld erster Nutzer angewiesen – da ja zum Debüt alles funktioniert wie im Bilderbuch – läuft aber Gefahr, viele Monate an einem Produkt zu basteln, das nach der Lancierung gar niemand haben möchte.

Mit dem MVP stellen Startup-Macher also sicher, nicht enorme Ressourcen (Zeit, Kapital) mit einem Vorhaben zu verschwenden, das nicht gut ankommt. In der Automobilindustrie, bei Flugzeugherstellern oder in der Pharmabranche könnte ein MVP im schlimmsten Fall Leben kosten. Bei Webangeboten und mobilen Apps steht allein die Laune und Loyalität von Early Adoptern auf dem Spiel, die üblicherweise die Zielgruppe eines MVP darstellen.

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venture leaders:
Die Startup-Botschafter 2012
stehen fest

Die ICT dominiert: acht der diesjährigen venture leaders reisen mit einer web- oder computerbasierten Geschäftsidee in die USA.

100 Startups bewarben sich für den Trip in die Staaten, 40 kamen in die engere Wahl. Wie in den vergangenen Jahren dürfen nun 20 davon die ihre Koffer packen für einen Flug über den grossen Teich Mitte Juni. Je ein Vertreter jedes der ausgewählten Startups wird mit von der Partie sein und hat Gelegenheit, die Schweizer Startup-Szene in den USA zu vertreten.

Der Schwerpunkt liegt wie im vergangenen Jahr bei der ICT: acht der Startups haben computerbasierte Geschäftsideen im Gespäck. Die übrigen Projekte verteilen sich auf Cleantech (drei), Medtech (vier), Biotech (drei) und Elektronik (zwei). » weiterlesen

ZKB Pionierpreis Technopark:
Cytosurge gewinnt,
Life-Science im Fokus

Das Nanotech-Startup Cytosurge sichert sich den ZKB Pionierpreis Technopark, die weiteren Finalisten sind Nanotion und Qvanteq. Gewonnen hat auch die ETH: Alle drei Startups sind Spinoffs der Hochschule.

98’696,04 Franken für die zurzeit kleinste automatisierte Spritze der Welt: Das 2009 gegründete ETH-Spinoff Cytosurge hat sich die diesjährige Auszeichung des ZKB Pionierpreises Technopark gesichert, ein Preisgeld von 10’000 mal Pi im Quadrat.

Mit dem Produkt von Cytosurge, FluidFM, lassen sich unter anderem Stoffe in Zellen injizieren, ohne diese zu verletzen. Die Öffnung an der Spitze hat dazu einen Durchmesser von lediglich 200 Nanometern, was ungefähr 500 Mal weniger ist als die Dicke eines Haars. Anwendbar ist das Gerät in den Life Sciences, aber auch in Physik, Chemie und den Materialwissenschaften. Hinter Cytosurge stehen beiden Doktoranden Michael Gabi und Pascal Behr, die das am biomedizinischen Institut der ETH entwickelte Konzept kommerzialisieren. Den Prototypen seines Produkts FluidFM präsentierte das Startup 2010 erstmals der Öffentlichkeit, erste Seriengeräte werden ab Mitte 2012 an Universitäten und Forschungslabors ausgeliefert. Zurzeit rekrutieren die Gründer zusätzliche Mitarbeiter und bereiten eine Finanzierungsrunde vor.

Finalisten Nanotion und Qvanteq » weiterlesen

Passberry:
Ticketing-App von
Sequens und Ticketpark

Die beiden Startups Ticketpark und Sequens lancieren gemeinsam eine Ticketing- und Membercard-App. Für Ticketpark bekräftigt der Release eine Neuausrichtung.

Die befreundeten Startups Sequens und Ticketpark haben die App in Zusammenarbeit entwickelt. Passberry entstand aus der Idee, das Konzept der Ticketzustellung technisch besser zu lösen.

Die Konzept: physische Tickets und in einem weiteren Schritt auch Membercards überflüssig machen, die damit auch nicht länger verloren gehen können. Die Passberry-App, zeitgleich für iOS, Android und Windows Phone lanciert, weist den Nutzer wie ein digitaler Fingerabdruck aus. Statt ein Ticket zu kontrollieren, überprüft der Anbieter vielmehr, ob eine Buchung für den jeweiligen Nutzer vorliegt. Damit eignet sich das System gleichermassen für Einzelevents wie für den regelmässigen Einlass beispielsweise eines Fitnesscenters.

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